Schreib-Blockaden – Feind eines jeden Autors

Ich schätze, jeder Autor kommt zumindest einmal in seinem Leben an den Punkt, wo sich unbezwingbar wirkende Mauern um die eigene Fantasie aufbauen. Wenn man einfach keine Ideen hat bzw. die Ideen zwar da sind, aber unerreichbar scheinen.

Schreib-Blockaden sind so ziemlich das Lästigste, wenn ich versuche, etwas aufs Papier zu bekommen. Oft halten sie mehrere Tage bis Wochen an, ab und zu aber auch nur ein paar Stunden. Die zweite Variante ist mir hierbei wesentlich lieber, denn dann besteht zumindest die Chance, dass ich am selben Tag noch einen Text zustande bringe, der nicht reif für den Papierkorb ist.

Vor ca. zwei Jahren habe ich während eines Intensivkurs einige Methoden gelernt, um diese Phasen zu verkürzen bzw. zu überwinden. In diesem Beitrag stelle ich drei dieser Tricks vor.


Methode Nr. 1

Eine Übung, von der ich selbst anfangs nicht besonders überzeugt gewesen bin, ist, einfach nur auf ein weißes Blatt Papier zu starren. Tatsächlich ist es eine gute Methode, die mir schon einige Male – wenn auch nicht immer  geholfen hat.

Hierbei soll man – wie schon erwähnt – ein weißes Blatt Papier vor sich hinlegen oder hinhalten und einfach nur draufsehen, dabei die Gedanken wandern lassen und der Vorstellungskraft freien Lauf lassen. Wenn man versucht, sich vorzustellen, was alles auf diesem weißen Untergrund passieren kann, kommen oft tolle Geschichten dabei raus.


Methode Nr. 2

Bei diesem Trick geht es darum, einfach anzufangen, zu schreiben und nicht mehr aufzuhören. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Beginne einfach zu schreiben und setze den Stift nicht mehr ab. Egal, ob du jetzt eine Idee zu einer Geschichte hast oder an dein Mittagessen denkst, schreib durchgehend auf, woran du gerade denkst und irgendwann wirst du merken, dass diese Mauern, die sich um die Vorstellungskraft aufgebaut haben, in sich zusammenfallen.

Als ich diese Übung zum ersten Mal bei dem damaligen Kurs ausprobiert habe, hat sie mich aus einer starken Schreib-Blockade rausgeholt und mir geholfen, das Kapitel, an dem ich zu diesem Zeitpunkt gearbeitet habe, endlich fertigzustellen.


Methode Nr. 3

Noch eine gute Übung ist es, sich von allem loszulösen, das die eigene Kreativität behindert. Es kann auf jeden Fall nicht schaden, für ein paar Minuten die Augen zu schließen und an nichts zu denken.

Oft entstehen Schreib-Blockaden, eben weil wir uns zu viele Gedanken machen. Mir persönlich hilft es sehr oft, eine Geschichte über mehrere Tage hinweg auf Eis zu legen, quasi nicht mehr darüber nachzudenken und sich stattdessen vielleicht auf andere Texte zu konzentrieren.

Nach einigen Tagen lese ich mir dann nochmal durch, was ich bereits geschrieben habe und meistens finde ich dann die richtigen Worte, um endlich weiterzuschreiben.


Dies sind Methoden, die mir tatsächlich schon geholfen haben und ich hoffe ich kann dem einen oder anderen mit diesem Beitrag helfen, diese erschlagenden Mauern niederzureißen und die eigene Kreativität aus dem Gefängnis der Gedanken zu befreien.

 

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5 Gedanken zu “Schreib-Blockaden – Feind eines jeden Autors”

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